Schimmel entsteht dort, wo eine Oberfläche zu kalt für die Raumluft ist. Aus Raumtemperatur und Luftfeuchte ergibt sich der Taupunkt – die Temperatur der kältesten Wandstelle zeigt, ob dort Kondenswasser und Schimmel drohen.
Miss die kälteste Stelle – z. B. eine Außenwandecke oder hinter einem Schrank. Ohne Messgerät: ca. 3–5 °C unter der Raumtemperatur als grobe Annahme.
Warme Raumluft enthält Wasserdampf. Trifft sie auf eine kalte Oberfläche, kühlt sie dort ab und kann weniger Wasser halten. Sinkt die Oberfläche unter den Taupunkt, fällt Wasser als Kondensat aus – sichtbar als beschlagene Scheibe oder feuchte Wandecke.
Schimmel braucht nicht einmal sichtbares Wasser: Schon ab rund 80 % Oberflächenfeuchte über längere Zeit beginnt Schimmel zu wachsen (Kriterium der DIN 4108). Typische Risikostellen sind Außenwandecken, Bereiche hinter Möbeln an Außenwänden und Wärmebrücken.
Gegenmaßnahmen: Raumfeuchte senken (stoßlüften, entfeuchten), die kalte Stelle wärmer bekommen (Möbel abrücken, gleichmäßig heizen) und Feuchtespitzen direkt hinauslüften.